Behördenkosten

Die Behördengebühren (Behördliche Kosten) werden von der Standortbehörde eingehoben, und sind in der Regel nach erfolgreicher Absolvierung der Fahrprüfung per Erlagschein zu begleichen. Diese Behördenkosten setzen sich aus mehreren fixen, aber auch variablen Kostenpositionen zusammen. 

 

Sie können diese Behördenkosten aber auch gleich am selben Tag nach der erfolgreich bestandenen Fahrprüfung direkt bei der Führerscheinstelle der LPD in Wels einbezahlen.

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß es auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß es auch tun.

 

Johann Wolfgang von Goethe (Deutscher Dichter und Naturforscher)


Ebenso bestehen noch weitere finanzielle Kosten, an denen zuerst gar nicht gedacht wird, welche aber ebenso bei der Grundkalkulation für den Führerschein mit eingerechnet werden müssen.

  • Unterweisung in Lebensrettende Sofortmaßnahmen (Der Erste-Hilfe-Kurs)
  • Ärztliche Untersuchung
  • Eventuell ärztliche und psychologische Gutachten
  • Ausgaben für Lehrmittel
  • Gebühren für die Theorieprüfung(en)
  • Gebühren für die Fahrprüfung(en)
  • Gebühren für besondere Anträge, wie z.B. Bewilligung von Übungsfahrten oder Bewilligung von Ausbildungsfahrten
  • Gebühren für die Erstellung der Führerscheinscheckkarte und Zustellung per Post zur gewünschten Adresse
  • Gebühren für eine eventuell gewünschte Eilerledigung

Behördenkosten: Theorieprüfung

Seit Jänner 2013 verrechnet die Standortbehörde EUR 5,50 pro absolviertes Modul und Antritt. Die Theorieprüfung für die Klasse B besteht aus zwei Modulen: Dem Grundwissen (Modul 1) und dem klassenspezifischem Wissen (Modul 2).

Bis Jänner 2013 verrechnete die Standortbehörde pro Prüfungstermin EUR 8,20. 

     
 

Beispiel:

Der Kandidat besteht beide Module "Grundwissen" und das "Spezialwissen B" beim ersten Mal. Die Behördenkosten sind somit Euro 11,00. Diese Euro 11,00 setzen sich zusammen, da jedes geprüfte Modul mit Euro 5,50 verrechnet wird.

Fällt der Kandidat jedoch beim ersten Antritt bei einem der beiden abgeprüften Module (z.Bsp. Modul "Grundwissen") durch, erhöhen sich die Behördengebühren durch den erneuten Antritt für das nicht bestandene Modul. Es sind somit zwei mal Euro 5,50 für den ersten Antritt ("Grundwissen" und "Spezialwissen B" und einmal Euro 5,50 für den zweiten Antritt ("Grundwissen") zu verrechnen.

Es entstehen somit Euro 16,50 an Behördenkosten.

 
     

Behördenkosten: praktische Prüfung

Seit Jänner kostet jeder Antritt zur Praxisprüfung (also auch jeder Wiederholungsantritt) für

  • Klasse B,
  • Klasse BE,
  • Klasse A1, A2, A und
  • Klasse F

je Klasse EUR 60,00. Für alle anderen (großen) Klassen wird pro Antritt und pro Klasse EUR 90,00 verrechnet. Die Kosten der Praxisprüfung für die Berufsfahrer-Grundqualifikation (C95/D95) belaufen sich auch auf je EUR 90,00.

Bis Jänner 2013 wurde je Klasse und Antritt für B, BE, A und F EUR 32,70 und für alle anderen Klassen je EUR 50,80 verrechnet.

 

Beachten Sie bitte: In Ihrem LENKWERK-Kursmodul ist der erste Antritt zur Computerprüfung und zur Fahrprüfung bereits enthalten!

     
 

Beispiel:

Der Kandidat tritt zur praktischen Fahrprüfung der Klasse B an und besteht diese sofort (Hurra). Es entstehen Behördenkosten von Euro 60,00 für das erstmalige Antreten. Fällt der Fahrkandidat aber beim ersten Antritt durch und erwirbt den Führerschein erst beim zweiten Anlaut ("der zweite Antritt") so werden Euro 120,00 (zwei mal Euro 60,00) verrechnet.

 
     

Behördenkosten: Führerscheinausstellung

Ersterteilung der Lenkerberechtigung: Es werden EUR 60,50 für die Führerschein-Scheckkarte verrechnet. Eine Ersterteilung kann man auch so verstehen: Der Kandidat hat noch keinen Scheckkartenführerschein, also keine Klasse B, oder auch keine Klasse AM)

Ausdehnung einer bereits bestehenden Lenkerberechtigung auf eine weitere Klasse (zB.: Sie besitzen die Klasse B und erweitern auf die Klasse A2/A) werden EUR 49,50 verrechnet. Ausstellung eines Duplikates des Scheckkartenführerscheins: Es werden EUR 49,50 verrechnet. Verlängerung einer befristeten Lenkberechtigung: EUR 49,50.

Behördengebühren: Ausbildungsfahrten (B mit "L17")

Die Behördengebühren für die Bewilligung von Ausbildungsfahrten betragen sofern keine zusätzlichen Beilagen vorgelegt werden EUR 42,90. Diese Gebühren werden bei Bestehen der Fahrprüfung am Kostenblatt zusammen mit den anderen Prüfungsgebühren ausgewiesen und sind mit den anderen Kosten gemeinsam zu bezahlen. Sie müssen somit nicht mehr - wie bisher - die Behördenkosten gleich bezahlen. Die Bewilligung wird Ihnen an Ihre angegebene Wohnadresse zugestellt. Was ist die theoretische Einweisung?

 

Behördengebühren: Übungsfahrten (B mit "L")

Die Behördengebühren für die Bewilligung von Übungsfahrtenbetragen beträgt sofern keine zusätzlichen Beilagen vorgelegt werden EUR 49,40. Diese Gebühren werden bei Bestehen der Fahrprüfung am Kostenblatt ausgewiesen und sind mit den anderen Kosten gemeinsam zu bezahlen. Was ist die theoretische Einweisung?

 

Behördengebühren: Fahrschulwechsel

Möchte der Kandidat die Fahrschule auf seinen eigenen Wunsch während seiner Fahrschulausbildung wechseln und die neue Fahrschule liegt in einer anderen Behördenzuständigkeit (die "alte" Fahrschule liegt in "Linz" und die "neue" Fahrschule liegt in "Wels"), so sind vor dem Wechsel alle eventuell offenen Behördengebühren (nicht bestandene/bestandene Theorieprüfung und eventuell auch nicht bestandene Praxisprüfung, Gebühren für die Bewilligung von L/L17-Fahrten) einzubezahlen. Erst danach kann der Kandidat erfolgreich für den Wechsel der Fahrschule vorgemerkt werden..

Warum sind Behördengebühren vor dem Fahrschulwechsel zu bezahlen?

 

Gleich vorweg! Als "Behördengebühren" werden hier die Gebühren für die Theorieprüfung und die Praxisprüfung angesehen. Da diese Gebühren immer bei der "Wohnsitzbehörde" der jeweiligen Fahrschule entstehen, müssen diese auch dort bezahlt werden. Eine "behördenübergreifende" Zahlungsmodalität gibt es trotz Internet und Bundesländerverständigung anscheinend immer noch nicht.

Zur besseren Verständlichkeit ein paar Beispiele:

 

Legende:

GW = Grundwissen bei Theorieprüfung

B = Klassenspezifisches Wissen B bei Theorieprüfung

B Praxis = Antritt zur praktischen Prüfung PKW

     
 

Beispiel 1:

Der Kandidat hat sich bei einer Fahrschule angemeldet für die Klasse B (Vollausbildung) und besteht bei der theoretischen Fahrprüfung (Computerprüfung) das Modul "Grundwissen" sofort und das Modul "Spezialwissen B" auch bim dritten Antritt leider nicht. Er möchte jetzt die Fahrschule wechseln.

Kosten bisher:

Ein Antritt zur Computerprüfung: Modul "Grundwissen": Behördenkosten Euro 5,50

Drei Antritte zur Computerprüfung: Modul "Spezialwissen B": Behördenkosten Euro 16,50

Behördenkosten insgesamt: Euro 22,00

 

Der Kandidat bezahlt bei der Wohnsitzbehörde die offenen Behördenkosten in der Höhe von Euro 22,00 bar oder per Erlagschein. Erst nach der Bezahlung kann Ihr Führerschein-Akt zu einer anderen Wohnsitzbehörde gewechselt werden.

Achtung! Wenn sich die "neue Fahrschule" mit der "alten Fahrschule" dieselbe Wohnsitzbehörde teilen, müssen die Behördenkosten vor dem Fahrschulwechsel nicht bezahlt werden.

 
     
     
 

Beispiel 2:

Der Kandidat hat sich bei einer Fahrschule eingeschrieben für die Klasse B (Vollausbildung) und besteht bei der theoretischen Fahrprüfung (Computerprüfung) die Module "Grundwissen" und "Spezialwissen B" sofort. Bei der praktischen Fahrprüfung hat der Fahrkandidat leider Pech und ist schon zweimal gefallen.

Jetzt möchte der Kandidat gerne bei einer anderen Fahrschule sein Glück erneut versuchen.

Behördenkosten bisher:

Ein Antritt zur Computerprüfung: Module "Grundwissen" und "Spezialwissen B": Behördenkosten: Euro 11,00

Zwei Antritte zur Fahrprüfung: zweimal Euro 60,00, somit Behördenkosten: Euro 120,00

Behördenkosten gesamt: Euro 131,00

 

Der Kandidat bezahlt bei der Wohnsitzbehörde die offenen Behördenkosten in der Höhe von Euro 22,00 bar oder per Erlagschein. Erst nach der Bezahlung kann Ihr Führerschein-Akt zu einer anderen Wohnsitzbehörde gewechselt werden.

Achtung! Wenn sich die "neue Fahrschule" mit der "alten Fahrschule" dieselbe Wohnsitzbehörde teilen, müssen die Behördenkosten vor dem Fahrschulwechsel nicht bezahlt werden.