Fahren im

verkehrsfreien Raum

Bei der Fahrprüfung der Klasse B müssen Sie Ihr Können bei mindestens drei Übungen zeigen, den sogenannten Übungen im verkehrsfreien Raum. Viele Prüfer verlangen nicht alle sieben Übungen, manche Prüfer geben sich auch mit weniger zufrieden. Während dieser Übungen sitzen Sie dabei alleine im Fahrzeug . Der Fahrprüfer beobachten Ihr Fahrverhalten von außerhalb.

Auch wenn Sie Ihre Ausbildung in Verbindung mit Übungsfahrten ("L") oder Ausbildungsfahrten ("L17") durchgeführt haben, absolvieren Sie diese Übungen alleine. Ihr Begleiter darf sich dabei nicht neben Ihnen im Kraftfahrzeug befinden.

 

Wenn der Fahrkandidat eine Fahrübung nicht sofort auf Anhieb schaff, stellt dies kein großes Problem dar. Der Fahrkandidat hat für jede Übung drei Versuche und darf auch mal während der Übung gegebenenfalls korrigieren. Also Hütchen, Pylonen oder andere dort befindliche Gegenstände sollen nicht umgefahren oder gar "beschädigt" werden.

 

Als Fahrkandidat haben Sie sich bei den unterschiedlichen Übungen so zu verhalten, wie wenn Sie sich im öffentlichen Verkehr bewegen würden:

  • Die entsprechende Blicktechniken sind rechtzeitig und korrekt durchzuführen
  • Der Fahrtrichtungsanzeiger ist zu verwenden (Parklücke, beim Ein- und Ausfahren)
  • Beim Abstellen ist das Fahrzeug korrekt abzusichern
  • Beim Aussteigen aus dem Fahrschulauto hast der Fahrkandidat die korrekte Absicherung gegenüber andere Verkehrsteilnehmer zu zeigen.

Die Übungen im verkehrsfreien Raum haben in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Bedeutung:

  • Der Fahrprüfer kann erkennen, ob der Fahrkandidat mit der Bremse, Kupplung, Gangwahl, Bremse und Lenkung gut vertraut ist und diese auch richtig einsetzen kann.
  • Der Fahrprüfer merkt, ob und wie sicher der Kandidat auch mit den Abmessungen der Kraftfahrzeuges vertraut gemacht hat (Garage, Parklücke,..)
  • Wenn der Kandidat die Übungen positiv absolviert hat, wird dies sein Selbstwertgefühl heben und ihm die nötige Sicherheit für den weiteren Prüfungsverlauf geben (O-Ton, Prüferhandbuch)

Die 7 Übungen im verkehrsfreien Raum

  • Verzögerung
  • Halt
  • Umkehren
  • Parklücke
  • Garage
  • Slalom
  • Tor

Verzögerung

  • Der Kandidat fährt in die Verzögerungsgasse mit etwa 30 km/h ein
  • Der Kandidat soll stark bremsen (Bremsweg bei 40 km/h dabei nicht wesentlich länger als 8 Meter)
  • Das Fahrzeug muss beim Bremsen in der Spur bleiben
  • Ausreichende Geschwindigkeit (Keine Geschwindigkeitsmessung!)
  • Ausreichende Bremswirkung
  • Kein Stillstand

Halt

  • Der Kandidat muss vor der Markierung zum Stillstand kommen
  • Der Motor darf nicht abgewürgt werden
  • Nach dem Halt muss der Kandidat im ersten Gang wieder anfahren
  • Degressives Bremsen bis zum Anhalten des Fahrzeuges
  • Kein Nachhelfen mit Kupplung und Motor

Umkehren

  • Seitliche Begrenzungen durch Leitkegel markieren
  • Die seitlichen Begrenzungen dürfen nicht berührt oder überfahren werden
  • Das Umkehren muss mit höchstens zweimal Rückwärtsfahren gelingen
  • Richtiges Wechseln der Fahrtrichtung
  • Richtiges Lenken beim Vor- und Rückwärtsfahren
  • Kontrollblicke und Sicherungsblicke

Parklücke

  • Die Parklücke ist durch Leitkegel oder durch Stangen deutlich zu markieren
  • Das Fahrzeug soll in einem Zug eingeparkt werden
  • Das Fahrzeug muss innerhalb der Markierung stehen
  • Das Fahrzeug muss annähernd parallel zur seitlichen Begrenzung stehen
  • Die Begrenzungen der Parklücke vorne und hinten dürfen weder berührt noch überfahren werden
  • Die seitliche Begrenzung darf überragt, aber nicht überfahren werden
  • Zwei Korrekturzüge sind zulässig
    Fahrzeug ist möglichst parallel zum seitlichen Rand abzustellen
  • Fahrzeug ist entsprechend platzsparend knapp an der seitlichen Begrenzung abzustellen
  • Kontrollblicke und Sicherungsblicke

Garage

  • Die Garage ist durch Stangen und Bänder oder andere Hilfsmittel deutlich zu markieren
  • Die seitlichen und hinteren Begrenzungen stellen "Wände" dar
  • Das Fahrzeug ist möglichst in einem Zug einzuparken
  • Das Fahrzeug muss innerhalb der Markierung stehen
  • Das Fahrzeug muss annähernd parallel zur seitlichen Begrenzung stehen
  • Es ist möglichst nahe an die "Rückwand" heranzufahren
  • Kontroll- und Sicherungsblicke
  • Zwei Korrekturzüge sind zulässig
  • Berühren der "Wände" nicht zulässig
  • Das Fahrzeug ist möglichst parallel abzustellen
  • Aussteigemöglichkeit beachten

Slalom

  • Es sind 4 Leitkegel oder Kontrollstangen im Abstand von 8 Meter aufzustellen
  • Der Kandidat muss im Schritttempo (1. Gang) eine möglichst gleichmäßige Linie durch die Kontollstangen fahren (Blicksprünge zur entferntesten Stange)
  • Die Kontrollstangen dürfen nicht berührt werden
  • Der Slalom muss ohne Zurückschieben gefahren werden
  • Es ist auf die richtige Lenkradführung zu achten (Übergreifen)
  • Kein Berühren der Leitkegel (Kontrollstangen)
  • Gleichmäßige Linien fahren (Blickführung!)
  • Lenkradführung

Tor

  • Tor ist deutlich durch Leitkegel oder Stangen darstellen
  • Das Tor ist mit ca. 10 bis 20 km/h zu passieren
  • Die Konstrollstangen oder -leitkegel dürfen nicht berührt werden
  • Berühren der Stangen (Leitkegel)
  • Ausreichende Geschwindigkeit (nur schätzen)

Weitere Informationen und Downloads

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LENKWERK Technikheft Mazda 3 Sport und Mazda 3 Sedan
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LENKWERK Technikheft Mazda CX-3
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