Überprüfung

honda cbf 600

Lenkberechtigung Klasse A




 

Sie müssen mit den Einrichtungen Ihres LENKWERK-Prüfungsmotorrades vertraut sein.

 

Bei diesem praktischen Prüfungsteil, genauer den Teil A, sollen Sie dem Fahrprüfer zeigen, dass Sie die im Theorieunterricht und Praxisunterricht gelernten Sicherheitskontrollen auch in der Praxis korrekt umsetzen können. Sie brauchen zum Vorzeigen keinerlei Hilfsmittel.

 

Der Fahrprüfer wählt aus den angeführten Themen mindestens drei Themen aus und lässt Sie die zu den einzelnen Themen gestellten Aufgaben vorzeigen. Dieser Teil der praktischen Prüfung soll freilich zu keiner zusätzlichen mündlichen Theorieprüfung führen, sondern nur eine kurze Überprüfung darstellen

Reifen/Räder

Profiltiefe

Die Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Motorradreifen müssen jedoch keine Indikatoren aufweisen, Sind Indikatoren vorhanden, so sind diese meistens nur 1 mm hoch. Aus diesem Grund muss die Profiltiefe mit einer Profiltiefenlehre gemessen werden.

 

Sind Risse oder Schnitte in der Reifenseitenwand vorhanden, welche bis zum Gewebe reichen, oder eine Ausbeulung (Reifenbiß) zu erkennen, muss der Reifen erneuert werden. Beschädigungen der Reifenseitenwand können nicht repariert werden.


Reifenbezeichnung vorne: 120/70 ZR 17 M/C 58W

Diese Werte müssen genau den Angaben im Typenschein bzw. dem COC-Papier und der Zulassungsbescheinigung entsprechen:

  • Reifenbreite 120 mm
  • Reifenhöhe im Querschnitt 70 Prozent der Reifenbreite
  • "R" steht für Radialreifen
  • 17 Zoll Reifeninnendurchmesser
  • M/C steht für Motorcycle (Motorrad)

Diese Werte sind Mindestanforderungen (dürfen auch höher sein):

  • Tragfähigkeitscode 58 (Höchstlast des Reifens 236 kg)
  • Geschwindigkeitscode W (Geschwindigkeit bis 270 km/h)

Reifenbezeichnung hinten: 160/60  ZR 17 M/C 69W

Diese Werte müssen genau den Angaben im Typenschein bzw. dem COC-Papier und der Zulassungsbescheinigung entsprechen:

  • Reifenbreite 160 mm
  • Reifenhöhe im Querschnitt 60 Prozent der Reifenbreite
  • "R" steht für Radialreifen
  • 17 Zoll Reifeninnendurchmesser
  • M/C steht für Motorcycle (Motorrad)

Diese Werte sind Mindestanforderungen (dürfen auch höher sein):

  • Tragfähigkeitscode 69 (Höchstlast des Reifens 325 kg)
  • Geschwindigkeitscode W (Geschwindigkeit bis 270 km/h)

Seitenwand des Reifens

Sie finden noch folgende Angaben auf der Reifenseitenwand:

  • Ist eine Laufrichtung durch Pfeile angegeben, muss der Reifen beim Fahren in Pfeilrichtung rotieren
  • Die Bezeichnung "TT" oder Tubetype  bedeutet Reifen mit einem Luftschlauch. Die Bezeichnung "TL" oder Tubeless bedeutet schlauchlos
  • Das internationale Prüfzeichen "E" mit einer Zahl in einem Kreis, welche aussagt, in welchem Land der Reifen genehmigt wurde

Diese Angaben müssen nach einem Reifenwechsel überprüft werden. Neue Reifen müssen eingefahren werden, da sie noch mit einer Versiegelungsschicht und anhaftenden Trennmittelresten überzogen sind, welche durch vorsichtiges Einfahren beseitigt werden müssen. Für das Einfahren können bis zu 200 Kilometer nötig sein. Vermeiden Sie in dieser Zeit starke Vollbremsungen und Schräglagen und fahren Sie mit einem größeren Sicherheitsabstand.

 

Die Lebensdauer eines Reifens in begrenzt. Die Reifenhersteller empfehlen einen Reifen, der vier bis fünf Jahre alt ist, zu ersetzen, auch wenn noch genügend Restprofil vorhanden ist. Ein Reifen altert auch im Stillstand, da der Gummi verhärtet bzw. versprödet. Das Herstellungsdatum der Reifens wird durch die DOT-Nummer gekennzeichnet. "DOT2203" gibt die 22. Produktionswoche des Jahres 2003 als Herstellungsdatum an.

 

Möchten Sie Ihr Motorrad auf andere Reifen und Felgen mit einer anderen Dimension umrüsten, müssen Sie dies typisieren lassen.

Reifendruck

Kontrollieren Sie den Reifendruck wenn der Reifen kalt ist. Der richtige Druck je nach Fahrbetrieb (Fahrt alleine oder Fahrt mit dem Beifahrer) steht in der Betriebsanleitung und am Kettschutz/Hinterachsschwinge. Die richtige Kontrolle des Reifendruckes ist nur mit einem Prüfgerät möglich, eine Sichtkontrolle ist nicht genau.

 

Zu wenig Reifendruck Pendeln des Motorrades und zu einem längeren Bremsweg. Bei hohen Geschwindigkeiten kann es zu einer Laufflächenablösung kommen. Bei zu hohem Reifendruck kann der Reifen springen und er wird in der Mitte der Lauffläche schneller abgenutzt.

Die Ventilkappen sind auf festen Sitz zu prüfen, damit bei einer hohen Reifenrotation kein Reifendruck entweichen kann.

Felgen

Speichenfelgen überprüfen Sie durch eine Sichtkontrolle auf Beschädigungen. Mit der Klangprobe (mit einem Schraubendreher quer über die Speichen ziehen), können Sie erkennen, ob alle Speichen gleichmäßig gespannt sind. Stärker gespannte Speichen geben einen höheren Ton von sich, diese können bei starker Belastung eher reissen.

 

Ein Rad (Rad besteht aus der Felge und dem aufgezogenen Reifen) kann durch seine Vibrationen, welche durch eine Unwucht hervorgerufen werden, den Verschleiß des Reifens erhöhen, das Radlager stärker beanspruchen und das Fahrverhalten negativ beeinflussen. Aufgeklebte Wuchtgewichte können vor allem durch falsches Bedienen mit einem Dampfstrahlgerät abgelöst werden.


Fahrwerk

Kontrolle des Gabelkopflagers

  • Heben Sie das Motorrad auf den Hauptständer und bewegen Sie bei unbelastetem Vorderrad die beiden Gabelholme in Fahrtrichtung vor und zurück, oder
  • Betätigen Sie die Vorderradbremse und versuchen Sie das Motorrad in Fahrtrichtung zu bewegen, sodass die Gabel zusammengedrückt wird.

Sie dürfen dabei kein Spiel im Gabelkopflager oder Geräusche hören.

  • Der Lenker muss ohne merkbaren Widerstand und Lenkgeräusche zwischen dem linken und rechten Lenkanschlag mehrmals gedreht werden können.

Kontrolle der beiden Radlager

  • Heben Sie das Motorrad auf den Hauptständer und entlasten Sie das Vorderrad. Halten Sie mit einer Hand den Lenker fest und versuchen Sie das Vorderrad quer zur Fahrtrichtung zu bewegen.
  • Um das Radlager des Hinterrades zu überprüfen, heben Sie das Motorrad auf den Hauptständer und versuchen Sie das Hinterrad quer zur Fahrtrichtung zu bewegen

Es dürfen dabei kein Lagerspiel oder Geräusche auftreten.


Kontrolle des Hinterradschwingenlagers

Heben Sie das Motorrad auf den Hauptständer und versuchen Sie bei entlastetem Hinterrad die Hinterradschwinge durch Rütteln und Ziehen quer zur Fahrtrichtung zu bewegen. Es dürfen dabei kein Spiel oder Geräusche auftreten


Vorder- und Hinterradfederung

Beim Federbein für die Hinterradschwinge, sowie beiden Gabelholmen (genauer dort wo das Tauchrohr in das Hosenrohr eintaucht), darf kein Öl austreten.

 

Wenn Sie einem Beifahrer oder viel Beladung unterwegs sind, müssen Sie die Vorpannkraft des Federbeines härter stellen. Das geschieht mit einem speziellen Hakenschlüssel, den Sie im Bordwerkzeug finden.

Der Stoßdämpfer für das Hinterrad besitzt mehrere Einstellpositionen für unterschiedliche Beladungszustände und Fahrbahnbeschaffenheiten. Wenn Sie die Vorspannkraft auf niedrig stellen, kann dadurch auch die Sitzhöhe etwas korrigiert werden.

Vorspannkraft der Gabel einstellen

Die Vorspannkraft der beiden Gabelholme kann durch den Schlitzschrauben, welcher sich oben bei den Gabelholmen befindet, verändert werden. Mit einem Schlitzschraubendreher kann die Einstellung gegen den Uhrzeigersinn auf "weicher" und im Uhrzeigersinn auf "härter" gestellt werden.


Bremsanlage

Die LENKWERK Honda CBF 600 verfügt am Vorderrad über zwei Scheibenbremsen und am Hinterrad über eine Scheibenbremse. Die Vorderradbremse und die Hinterradbremse wird hydraulisch betätigt.

Die LENKWERK  Honda CBF 600 verfügt über ein kombiniertes Bremssystem. Zieht man den Hebel der Vorderradbremse, wirkt die Bremskraft nur auf die Vorderradbremse. Betätigt man das Bremspedal, wirkt die Bremskraft auf die Hinterradbremse und zum Teil auf die Vorderradbremse. Um eine effektive Bremswirkung zu erzielen, müssen der Bremshebel und das Bremspedal gleichzeitig wie bei einem herkömmlichen Bremssystem eines Motorrades betätigt werden.


Vorratsbehälter für die Bremsflüssigkeit

Der Vorratsbehälter für die Vorderradbremse befindet sich am rechten Lenkerende vor dem Gasdrehgriff. Der Vorratsbehälter für die Hinterradbremse befindet sich unterhalb der Seitenverkleidung und ist frei zugänglich.

  • Beim Ablesen des Bremsflüssigkeitsstands muss der Vorratsbehälter waagrecht stehen
  • Ist der Bremsflüssigkeitsstand im Schauglas unterhalb der Markierung LOWER kann dies der Grund für abgenutzte Bremsbeläge sein.
  • Ein plötzliches Absinken der Bremsflüssigkeit ist Zeichen für ein undichtes Bremssystem

Kontrolle der Bremsleitungen

Die Bremsleitungen dürfen bei einem kompletten Lenkereinschlag nach rechts oder links nicht gespannt sein, keine Scheuerstellen, starke Knicke aufweisen oder porös sein. Kontrollieren Sie die Bremsleitungen auf Undichtheiten, Quetschungen und mangelnde Befestigungen  beim Vorratsbehälter und bei der Bremszange.


Standbremsprobe

Es sind beide Bremsvorrichtungen zu überprüfen. Betätigen Sie den Bremshebel für die Vorderradbremse für ca. 20 Sekunden fest. Ist das Bremssystem dicht, darf der Bremshebel nicht nachgeben.

  • Der Widerstand am Bremshebel muss hart und fest sein. Ein weicher, schwammiger Widerstand ist ein Zeichen für Dampfblasen. Die Vorderradbremse muss entlüftet werden.
  • Der Leerweg des Bremshebels (vom Ende des Bremshebels gemessen) soll ein bis zwei cm betragen
  • Durch die automatische Nachstellung der Bremsklötze an die Bremsscheibe bleibt der Leerweg mit zunehmender Abnützung der Bremsklötze unverändert
  • Die Bremsflüssigkeit ist nach den Angaben in den Bedienanleitung (meist alle zwei Jahre) zu wechseln

Überprüfen der Scheibenbremse

Sind die Bremsbeläge bis zu Verschleißanzeige abgenützt müssen diese in einer Werkstätte ausgetauscht werden. Die Bremsscheiben dürfen keine sichtbaren Schäden (starke Abnutzung, Rillen und Risse) aufweisen.

Überprüfen des Bremslichts

Bei der Bremslichtprobe prüfen Sie beide Bremssysteme (Vorderradbremse und Hinterradbremse) nacheinander. Sie überprüfen die Funktion und Helligkeit der Bremsleuchte, sowie das schnelle Ansprechen der Leuchte.


Rollbremsprobe

Mit der Rollbremsprobe kontrollieren Sie das sichere und rasche Ansprechverhalten der vorderen und hinteren Bremse. Das Motorrad muss 5 km/h bis 10 km/h plötzlich zum Stillstand kommen

Fahrbremsprobe

Die Fahrbremsprobe entspricht der Gefahrenbremsung im Teil B der praktischen Fahrprüfung und dient zur Überprüfung der richtigen Bremsbetätigung und der Bremswirkung. Bei einer Vollbremsung bei 50 km/h wird der Bremsweg zwischen 10 und 12 Meter betragen. Kann auf trockener, griffiger Fahrbahn diese Verzögerung nicht erreicht werden, sind die bremsen in einer Fachwerkstätte zu überprüfen.


Beleuchtung

Einschalten der Lichtstufen

Schalten Sie die Zündung ein, indem Sie den Zündschlüssel von der Postion "OFF" nach rechts auf "ON" drehen. Die Instrumentenbeleuchtung, das Standlicht vorne und das Rücklicht gehen an. Sobald der Motor gestartet wird, leuchtet vorne das Abblendlicht dazu. Die LENKWERK Honda CBF 600 hat ein automatisch geschaltetes Abblendlicht, einen eigen Schalter gibt es nicht.

  • Fernlicht: Bei eingeschaltetem Motor drücken Sie am Lichtschalter, welcher sich am linken Lenkerende befindet, auf die "Fernlicht"-Position. Die Kontrollleuchte für das Fernlicht leuchtet blau auf.
  • Abblendlicht: Bei eingeschaltetem Motor drücken Sie am Lichtschalter, welcher sich am linken Lenkerende befindet, auf die "Abblendlicht"-Position. Die Kontrollleuchte für das Fernlicht erlischt.
  • Lichthupe: Am linken Lenkerende bindet sich am Schalterelement der Drückschalter "PASSING". Damit kann die Lichthupe betätigt werden.
  • Alarmblinkanlage: Am rechten Lenkerende kann am Schalterelement die Alarmblinkanlage ein- und ausgeschaltet werden.
  • ABS: Die ABS leuchtet bis circa 10 km/h auf und erlischt dann. Sollte die ABS-Leuchte weiterleuchtet, deutet dies auf eine Funktionsstörung hin.

Überprüfen der Beleuchtung

  • Vor jedem Fahrtantritt sollen Sie bei Ihrem Motorrad alle Leuchten und Schweinwerfer auf Funktion und Sauberkeit überprüfen. Vergessen Sie nicht die Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker), das Blinklicht und die Reflektoren.
  • Kontrollieren Sie das Abblendlicht des Scheinwerfers mit vorgehaltener Hand

Signal- und Warneinrichtungen

Betätigen der Hupe (Signalhorn)

Der Schalter befindet sich am linken Lenkerende.


Betätigen der Fahrtrichtungsanzeiger

Der Schalter befindet sich am linken Lenkerende. Drücken Sie den Hebel nach links oder rechts um den Fahrtrichtungsanzeiger einzuschalten. Zum Ausschalten drücken Sie den Hebel hinein.


Flüssigkeitsstände

Die LENKWERK Honda CBF 600 verfügt über einen wassergekühlten Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor und einem Katalysator.

Die Kühlfüssigkeitstemperatur  wird mit einer roten Kontrollleuchte überwacht.

 

Der Ausgleichsbehälter befindet sich am Anfang der Hinterradschwinge. Zum Überprüfen, ob genügend Kühlflüssigkeit vorhanden ist, soll der Motor betriebswarm sein und das Motorrad senkrecht stehen. Die die Marke "LOWER" unterschritten, ist die Kühlflüssigkeit mit Kühlflüssigkeits-Gemisch (50% Frostschutzmittel und 50% destilliertem Wasser) aufzufüllen.


Motoröl

  • Den Motor abstellen und das Motorrad auf den Hauptständer stellen
  • Einige Minuten warten, damit sich das Öl setzen kann. Dann den Einfüllschraubenverschluss herausdrehen, den Messstab abwischen, in die Einfüllöffnung zurückstecken (ohne hin hineinzuschrauben) und dann wieder herausziehen, um den Ölstand zu überprüfen.
  • Der Ölstand sollte sich zwischen der Minimal- und Maximalstand-Markierung befinde
  • Erforderlichenfalls Motoröl (SAE 10W-30) nachfüllen (laut Bedienleitung)

Fahrbereitschaft / Absichern

Lenkersperre

Sie müssen dem Fahrprüfer die unterschiedlichen Zündschlüssel-Stellungen erklären können.

 

Stellung "ON"

  • Alle elektrischen Stromkreise werden mit Strom versorgt. Die Instrumentenbeleuchtung, Rücklicht und das Standlicht vorne gehen an und der Motor kann gestartet werden. Der Schlüssel lässt sich in dieser Position nicht abziehen

Der Scheinwerfer leuchtet automatisch auf, wenn der Motor angelassen wird und bleibt an., bis der Schlüssel auf "OFF" gedreht wird, auch wenn der Motor abgewürgt wird

Stellung "OFF"

  • Alle elektrischen Systeme sind ausgeschaltet. Der Zündschlüssel lässt sich in dieser Position abziehen

Stellung "LOCK" (Lenkerschloß)

  • Der Lenker ist verriegelt und alle elektrischen Systeme sind ausgeschaltet. Der Zündschlüssel lässt sich in dieser Position anziehen

Lenker verriegeln:

  • Den Lenker bis zum Abschlag nach links drehen
  • Den Zündschlüssel von der Position "OFF" aus hineindrücken und auf "LOCK" drehen, während er weiter hineingedrückt wird
  • Den Zündschlüssel abziehen

Lenker entriegeln:

  • Lenkersperre durch leichte Lenkerbewegung entlasten
  • Zündschlüssel einstecken und auf die Position "OFF" drehen
  • Lenker geradeaus stellen

Kraftstoff überprüfen

Die Tankanzeige zeigt den Kraftstoffvorrat (Tankinhalt) an.

 

Der Tank verfügt über einen automatischen Benzinhahn mit Unterdruck: Die Kraftstoffversorgung beginnt, sobald der Motor gestartet wird. Wird der Motor abgestellt, wird die Kraftstoffversorgung unterbrochen.

Der Tank fasst 20 Liter, die Reserve beträgt davon 4 Liter.

 

Kraftstoffart: Normalbenzin mit 91 Oktan


Kontrollleuchten, Hebel und Schalter

Sie müssen dem Fahrprüfer die vorhandene Kontrollleuchten, Hebel und Schalter erklären können.

  • Die grüne Kontrollleuchte mit dem "N" leuchtet auf, wenn das Getriebe sich in der Leerlaufstellung befindet
  • Die grüne Kontrollleuchte mit dem Symbol "ïð" blinkt, wenn der Blinkerschalter nach rechts oder links gedrückt wird
  • Die blaue Fernlicht-Kontrollleuchte leuchtet bei eingeschaltetem Fernlicht auf
  • Die gelbe Motorstörungs-Warnleuchte leuchtet muss in der Zündschlüsselstellung "ON" einige Sekunden lang aufleuchtet und danach erlöschen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist die Ursache in einer Fachwerkstätte zu überprüfen.

Der Elektrostarter befindet sich am rechten Lenkerende.

 

Oberhalb der Schaltereinheit befindet sich der "Not Aus"-Schalter, welcher den Motor abstellt aber die restlichen Stromkreise offen lässt. Überprüfen Sie beim Starten des Motors, dass der "Not Aus"-Schalter nicht betätigt wurde.


Die Schaltereinheit am linken Lenkerende beinhaltet am oberen Teil auch die Lichthupe. Weitere Schalter in dieser Einheit sind die Fahrtrichtungsanzeiger und der Umschalter zwischen Abblendlicht und Fernlicht.


Batterie

Unsere LENKWERK Honda CBF 600 verfügt über eine wartungsfreie Batterie. Somit entfällt bei dieser Batterie die Kontrolle des Elektrolytstandes und das Nachfüllen mit destilliertem Wasser. Die Batterie befindet sich unterhalb der Sitzbank. Die Batteriepole sind sauber zu halten und mit Polfett leicht einzufetten. 

Antrieb

Kupplung

Dir Kupplung verbindet und trennt den Motor und das Getriebe. Der bei einer neuen Kupplung vorhandene Leerweg wird durch die Abnützung der Kupplungsbeläge kontinuierllich kleiner. Ist kein Leerweg mehr vorhanden, beginnt die Kupplung zu rutschen. Durch das Rutschen der Kupplung ergeben sich Probleme beim starken Beschleunigungen (Überholen, Auffahren auf die Autobahn, ..) die Motordrehzahl steigt an, jedoch wird das Motorrad nicht schneller. Auch bei einem gefährliche Gefälle fällt die Motorbremswirkung aus, da die Kupplung durchrutscht.

 

Der normale Leerweg ist meßbar am Ende des Kupplungshebels und soll zwischen 10 und 20 mm betragen.

 

Kupplungshebel-Spiel einstellen:

  1. Die Gummiabdeckung am Kupplungshebel zurückschieben
  2. Die Kontermutter locken
  3. Zum Erhöhen des Kupplungshebel-Spiels die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn drehen. Zum Verringern des Kupplungshebel-Spiels die Einstellschraube im Uhrzeigersinn drehen.

Wenn der korrekte Leerweg mit der Einstellvorrichtung am Lenker nicht eingestellt werden, so ist das Spiel am unteren Ende des Seilzuges einzustellen (siehe Betriebsanleitung).

 

Sekundärantrieb (Kette)

Die Kette ist alle 1.000 Kilometer zu überprüfen und - wenn nötig - nachzuspannen bzw. zu schmieren.

 

Antriebsketten-Durchhang

 

Der korrekte Antriebsketten-Durchhang beträgt zwischen 3 und 4 cm. Der Kettendurchgang steht auch in der Betriebsanleitung

Kettendurchhang prüfen

  1. Das Motorrad auf den Hauptständer stellen
  2. Das Getriebe in die Leerlaugstellung schalten
  3. Das Hinterrad mehrmals drehen, um die straffste Stelle der Kette ausfindig zu machen
  4. Den Kettendurchang durch anheben der Kette überprüfen

Antriebsketten-Durchhang einstellen (Kette spannen)

 


Beachten Sie das gleichmäßge Spannen auf der linken und rechten Seite der Schwinge. Die Markierungen auf beiden Seiten der Schwinge dienen zum korrekten Ausrichten der Hinterrades.


Antriebsketten-Dehnung

 

Da die Antriebskette selbst auch aus vielen "Teilen" besteht, kamm durch den Gebrauch der Kette es zu einer Dehnung kommen. Achtung: Die Kettendehnung kann durch Spannen der Antriebskette nicht korrigiert werden. Versuchen Sie die am hinteren Zahnkranz anliegende Kette hochzuheben. Grundsätzlich gitl: Wenn Sie die Kette um eine halbe Zahnhöhe oder eine ½ cm hochheben können, ist die Antriebskette zu ersetzen.

 

Wechseln Sie aber nicht nur die Antriebskette alleine, sondern den kompletten Antriebssatz: Also die Antriebskette sowie das Antriebszahnrad (Ritzel) und den Zahnkranz beim Hinterrad.

 

Schmieren der Antriebskette

 

Eine regelmäßige Reinigung laut Betriebsanleitung reicht bei den modernen O-Ring-Ketten aus.

Sonstiges

§ 57a KFG Plakette

Die wiederkehrende Begutachtung ist bei den Motorrädern jährlich vorzunehmen. Die Toleranzfrist beträgt ein Monat bis vier Monate nach dem in der Plakette eingestanzten Termin.

 

Bei Motorrädern wird das "Pickerl" an der rechten Scheinwerferseite, oder in der Nähe des Scheinwerfers (Verkleidung) oder am rechten Gabelholm befestigt. Das Anbringen mehrerer Begutachtungsplaketten nebeneinander oder übereinander ist verboten.

 

Zubehör und Werkzeug

Sie benötigen einen nach ÖNorm V5100 geprüften Verbandskasten.  Beachten Sie die jeweiligen Größen und Verpackungsarten. Beachten Sie auch das Ablaufdatum der abgepackten Verbandsmaterialien. Bei der LENKWERK Honda CBF 600 befindet sich das Verbandspäcken, sowie die Zulassungsbescheinigung unterhalb der Sitzbank.

Weitere Informationen und Downloads

Download
Honda CBF 600
hondacbf600.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.1 MB
Download
LENKWERK Technikheft A1, A2, A
LENKWERK - Prüfungshandbuch Klasse A.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.0 MB