Welcher Führerschein für...


Quads und ATVs

Quads und ATVs (All Terrain Vehicles) sind vierrädrige Kraftfahrzeuge, die aufgrund ihrer Bauweise (Lenkstange, Sitzbank,..) Charakterzüge eines Kraftrades aufweisen, wobei Quads Sportfahrzeuge und ATVs eher kleine Traktoren sind. Sie können sowohl als Fun- als auch als Arbeitsgeräte dienen.

Benützung

Zugelassene Fahrzeuge dieser Art dürfen auf Straßen mit öffentlichem Verkehr benützt werden.

Alter

Bei der Benützung dieser Fahrzeuge hängt es viel mehr von der Fahrzeugspezifikation (Gewicht, Motorleistung) und der vorhandene Führerscheinklasse ab.

Voraussetzung für die Teilnahme am Straßenverkehr

  • Sturzhelmpflicht
  • Zulassung und eine KFZ-Haftpflichtversicherung
  • Jährliche Begutachtung (Pickerl) des Fahrzeuges durchführen lassen
  • Eine Autoapotheke, ein Pannendreieck, Verbandszeug und eine Warnweste
  • Die Kennzeichentafel ist hinten am Fahrzeug vollständig sichtbar anzubringen
  • In gebührenpflichtigen Kurzparkzonen sind Parkgebühren zu bezahlen

Notwendige Lenkberechtigungen

Je nach Leistung und Geschwindigkeit des Fahrzeuges sind unterschiedliche Lenkberechtigungen notwendig.

Lenkberechtigung der Klasse AM, welche die Berechtigung "vierrädriges Leichtkraftfahrzeug" ("Mopedauto") umfasst, berechtigt zum Lenken von Quads und ATVs mit einer

  • Leermasse von maximal 425 kg
  • Bauartgeschwindigkeit von maximal 45 km/h
  • Motornennleistung von maximal 6 kW bzw. einem Hubraum von maximal 50 ccm (für Fremdzündungs-/Benzinmotoren).

  • Kennzeichentafel: hinten eine rote Moped-Kennzeichentafel und einen Aufkleber "45"

Lenkberechtigung der Klasse A (die vor dem 19. Jänner 2019 erteilt wurde) berechtigt zum Lenken und Quads und ATVs mit einer

  • Leermasse von maximal 400 kg
  • maximalen Motornennleistung von 15 kW

  • Kennzeichentafel: hinten eine weiße Auto-Kennzeichentafel

Lenkberechtigung der Klasse B berechtigt zum Lenken aller Quads und ATVs.


Pocket-Bikes | Pocket-Quads

Pocket-Bikes sind Miniaturmotorräder, die die Maße 110 cm + 50 cm x 50 cm nicht überschreiten. In viele Fällen handelt es sich um detailgetreue Nachbauten von existierenden großen Motorrädern (sogenannte Replicas).

Pocket-Quads sind Miniaturausgaben von Quads.

 

Grundsätzlich dürfen Pocket-Bikes/Pocket-Quads nur auf privatem, abgesperrtem Gelände oder auf eigens dafür geschaffenen Rennstrecken in Betrieb genommen werden. Für die Verwendung auf Straßen mit öffentlichem Verkehr wäre eine Genehmigung und eine KFZ-Zulassung erforderlich. Eine solche kann aber nicht erlangt werden, da diese Fahrzeuge verschiedenste, sicherheitsrelevante Bestimmungen nicht einhalten können.

 

Auf öffentlichen Straßen, Radwegen und Gehsteigen darf damit nicht gefahren werden.

Alter

Für das Fahren auf einem privaten Gelände gibt es keine Altersbegrenzungen.

 

Pocket-Bikes/Pocket-Quads werden aufgrund ihrer geringen Größe oft als Spielzeug gehalten. Es gibt jedoch Modelle, die eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 80 km/h erreichen. Daher stellen diese Miniaturmotorräder auch dann ein großes Unfallrisiko dar, wenn diese ausschließlich auf Privatgrund ohne öffentlichen Verkehr benutzt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Straßenverkehr

Die derzeit in Österreich erhältlichen Pocket-Bikes/Pocket-Quads erfüllen die Voraussetzungen für eine Straßenzulassung in der Regel nicht und gelten somit nicht als verkehrs- und betriebssicher.


Scooter

Benzin-Scooter:

Zweirädrige Kleinfahrzeuge mit einem Benzinmotor als Scooter Antrieb für eine Person konzipiert

  • mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 10 km/h sind sie als Kraftfahrzeuge definiert
  • mit einer Bauartgeschwindigkeit über 10 km/h sind sie als Motorfahrräder (Mopeds) definiert,

Elektro-Moped/Elektro-Roller:

  • mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 25 km/h und maximal 600 Watt sind sie als Fahrräder definiert
  • mit einer Bauartgeschwindigkeit über 25 km/h und mehr als 600 Watt sind sie als Motorfahrräder (Mopeds) definiert

Benützung

Ausschließlich auf der für den Fahrzeugverkehr bestimmten Fahrbahn dürfen folgende Scooter verwendet werden:

Elektro-Moped/Elektro-Roller mit einer Bauartgeschwindigkeit über 25 km/h und mehr als 600 Watt

  • Benzin-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 10 km/h
  • Benzin-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit über 10 km/h

Da für als Motorfahrräder eingestufte Scooter eine Obergrenze von 45 km/h gilt, ist die Benützung von Autobahnen und Autostraßen verboten.

Alter

Wenn der Jugendliche einen Benzin-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 10 km/h lenken will, benötigt er zwar keine Lenkberechtigung, muss aber mindestens 16 Jahre als sein.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Straßenverkehr

Benzin-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 10 km/h

  • Keine Sturzhelmpflicht
  • Es wird keine Zulassung und KFZ-Haftpflichtversicherung benötigt
  • Eine weiße 19 km/h-Tafel muss hinten vollständig sichtbar angebracht werden
  • Mitführverpflichtung: Die Bescheinigung über Bauartgeschwindigkeit, Fahrgestell- und Motornummer muss immer mitgeführt werden
  • Technische Ausrüstung: Es muss eine Bremsanlage, ein Rück- und Frontlicht sowie ein roter Rückstrahler vorhanden sein

Elektro-Moped / Elektro-Roller mit einer Bauartgeschwindigkeit über 25 km/h oder mehr als 600 Watt

  • Sturzhelmpflicht
  • Das Fahrzeug muss zugelassen und eine KFZ-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden
  • Jährlich ist eine Begutachtung (Pickerl) des Fahrzeuges durchzuführen
  • Es muss immer ein Verbandszeug mitgeführt werden
  • Eine Kennzeichentafel muss hinten vollständig sichtbar angebracht sein

Benzin-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit über 10 km/h

  • Sturzhelmpflicht
  • Das Fahrzeug muss zugelassen und eine KFZ-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden
  • Jährlich ist eine Begutachtung (Pickerl) des Fahrzeuges durchzuführen
  • Es muss immer ein Verbandszeug mitgeführt werden
  • Eine Kennzeichentafel muss hinten vollständig sichtbar angebracht sein