Führerscheinklassen

Klasse BE


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Führerscheinklasse BE

Umfang der Lenkberechtigung

Der Führerschein der Klasse B umfasst ein Zugfahrzeug der Klasse B, sowie einen Anhänger oder Sattelanhänger mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3.500 Kilogramm.

Ist der Anhänger schwerer als 3.500 Kilogramm, darf der Anhänger nur mit der Lenkberechtigung der Klasse C1E oder Klasse CE (beinhaltet Klasse C1E) gezogen werden

 

Die Lenkberechtigung der Klasse BE beinhaltet ebenfalls die Lenkberechtigung der Klasse AM.

Gewichtsbestimmungen und Anhängelast

Das Ziehen von Anhängern, die über eine Auflaufbremsanlage verfügen, ist nur dann gestattet, wenn die momentane Gesamtmasse des Anhängers

  • die höchste zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeuges nicht übersteigt bzw.
  • den in der Zulassungsbescheinigung eingetragenen Wert der Anhängelast

nicht übersteigt.

Mitsubishi Pajero Geländegängiges Fahrzeug
© Foto: Thomas Maier

Bei geländegängigen Fahrzeugen (PKWs und Kombis) der Klasse M1 ist das einenhalbfache (1,5fache) der höchsten zulässigen Gesamtmasse ausschlaggebend, wenn keine geringere Anhängelast in der Zulassungsbescheinigung eingetragen ist.

Geländegängige Fahrzeuge sind in der Zulassungsbescheinigung in der Zeile "J" mit dem Zusatz "G" (M1G) gekennzeichnet.

Was heißt "geländegängig"?

Durch das Fehlen einer genauen und auch nachvollziehbaren Definition von "geländegängig" in der jeweiligen österreichischen Gesetzeslandschaft, sind wir dann doch in der auch für Österreich gültigen EU-Fahrzeugklassen in der Anlage XXIX fündig geworden.

4. Geländefahrzeuge (Symbol G)

4.1 Fahrzeuge der ("....") und Fahrzeuge der Klasse M1 gelten als Geländefahrzeuge, wenn sie wie folgt ausgestattet sind:

- mit mindestens einer Vorderachse und mindestens einer Hinterachse, die so ausgelegt sind, dass sie gleichzeitig angetrieben werden können, wobei der Antrieb einer Achse abschaltbar sein kann

- mit mindestens einer Differenzialsperre oder mindestens einer Einrichtung, die ähnliche Wirkung gewährleistet; als Einzelfahrzeug müssen sie eine Steigung von 30 Prozent überwinden können, nachgewiesen durch Berechnung

 

Außerdem müssen sie mindestens fünf der folgenden sechs Anforderungen erfüllen:

- der vordere Überhangwinkel muss mindestens 25 Grad betragen,

- der hintere Überhangwinkel muss mindestens 20 Grad betragen,

- der Rampenwinkel muss mindestens 20 Grad betragen,

- die Bodenfreiheit unter der Vorderachse muss mindestens 180 mm betragen,

- die Bodenfreiheit unter der Hinterachse muss mindestens 180 mm betragen,

- die Bodenfreiheit zwischen den Achsen muss mindestens 200 mm betragen.

Erklärung zum Überhangwinkel und Rampenwinkel

Während Begriffe wie "Bodenfreiheit", "Vorderachse" und "Hinterachse" für viele verständlich sind, sind "Überhangwinkel" und "Rampenwinkel" keine alltäglichen Begriffe. 

Überhangwinkel

Überhangwinkel
© Grafik: Thomas Maier

Bei Geländefahrzeugen, bezeichnet die Angabe des Überhangwinkel (oder Böschungswinkel) die maximale Steigung, die aus der Ebene angefahren kann, ohne dass überhängende Karosserieteile den Grund berühren. Es wird zwischen dem vorderen und hinteren Überhangwinkel unterschieden. Voraussetzung für einen hohen Überhangwinkel sind möglichst hoch liegende und kurze Karosserieüberhänge bzw. Anbauteile.

Rampenwinkel

Rampenwinkel
© Grafik: Thomas Maier

Der Rampenwinkel ist jener Winkel, bis zu dem ein Fahrzeug mit niedriger Geschwindigkeit über eine Rampe fahren kann, ohne dass es mit seinem Unterboden auf der Rampenkante aufsetzt.

Mindestalter

Das Mindestalter für die Klasse BE sind 18 Jahre. Sie können sich also bereits mit 17.5 Jahren in der Fahrschule anmelden und mit der theoretischen und praktischen Ausbildung beginnen. Die Theorieprüfung dürfen Sie nach Absolvierung des Theoriekurses und Abgabe aller notwendigen Unterlagen schon vor dem 18. Lebensjahr absolvieren.

Die Fahrprüfung dürfen Sie aber erst frühestens mit dem 18. Geburtstag absolvieren.

Ausbildung und Prüfungen

Bei der Ausdehnung der Klasse BE:

  • Theorieausbildung 20 Unterrichtseinheiten Basiswissen (Grundwissen) für alle Klassen (entfällt bei Besitz der  Klasse B oder Klasse F)
  • Theorieausbildung 3 Unterrichtseinheiten Spezialwissen für die Klasse BE
  • Praxisausbildung 4 Fahrlektionen, bei der Klasse BE 
  • Theorieprüfung am Computer: Es ist nur mehr das klassenspezifische Wissen (Prüfungsmodul Klasse BE) zu absolvieren.
  • Fahrprüfung 

Prüfungsfahrzeuge

Für die Fahrprüfung hat der Kraftwagenzug aus einem Zugfahrzeug (Prüfungsfahrzeug der Klasse B) und einem schweren Anhänger (höchstzulässige Gesamtmasse mindestens 1.000 Kilogramm) zu bestehen. Die momentane Gesamtmasse des Anhängers muss mindestens 800 Kilogramm betragen.

 

Der Anhänger hat aus einem geschlossen, undurchsichtigen Aufbau zu bestehen, wodurch sichergestellt wird, dass dem Fahrkandidaten die Sicht nach hinten nur durch die Außenspiegel möglich ist.

Automatikfahrzeuge

Da sich die Fahrprüfung auf den Anhänger bezieht und nicht auf das Zugfahrzeug, ist es auch zulässig die Prüfung mit einem Automatikfahrzeug zu absolvieren.

Besondere Prüfungsbestimmungen

Keine Ausbildungspflicht für Besitzer von Code 96

Personen die im Besitz der Lenkerberechtigung für die Klasse B und den Code 96 sind, brauchen für die Ausbildung keinen Theorie- und Fahrstunden mehr absolvieren. Du musst nur jene Teile absolvieren, welche du vorher bei der Ausbildung zum Code 96 nicht machen musstest. Diese sind:

Weitere Informationen und Downloads


www.LENKWERK.at

Die Führerschein-Manufaktur