Führerscheinklassen

Klasse B


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Führerscheinklasse B

Umfang der Lenkberechtigung

Der Führerschein der Klasse B umfasst:

  • mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3.500 Kilogramm (3,5 Tonnen),
  • mit nicht mehr als acht Sitzplätzen für zu befördernde Personen ohne dem Lenkerplatz (mit dem Lenkerplatz sind es somit neun Plätze)

Der Führerschein der Klasse B umfasst ebenfalls die Lenkerberechtigung für die Klasse AM.

Weitere Berechtigungen nur für Österreich

Folgende Berechtigungen gelten nur für den Verkehr auf öffentlichen Straßen in Österreich und in solchen Staaten, welche die Berechtigungen ebenfalls anerkennen:

  • Die vorgezogene Lenkberechtigung für die Klasse B/L17 gilt vor dem 18. Geburtstag aktuell in Österreich und in Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Nordirland
  • Motorräder der Klasse A1 dürfen nur dann in Verbindung mit dem Führerschein der Klasse B gelenkt werden, wenn im Führerschein auch der Code 111 eingetragen ist. Für die Eintragung dieses Codes ist eine besondere praktische  Ausbildung notwendig.

Anmerkung:

Das "125er Motorrad zur Klasse B ist umgangssprachlich als Code 111 bekannt. Dieser "Code 111" ist eine Führerschein-Schlüsselzahl und dreistellig. (mehr lesen über die Führerschein-Schlüsselzahlen). Da es den Code aber nur in Verbindung mit der Klasse B gibt, ist die richtige Bezeichnung "Klasse B Code 111".

Es ist aber auch die kürzere Bezeichnung "Code 111" verständlich.

Ziehen von leichten Anhängern

Ziehen von leichten Anhängern
© Grafik: LENKWERK

Mit dem Führerschein der Klasse B darf ein leichter Anhänger gezogen werden. Ein leichter Anhänger hat eine höchstzulässige Gesamtmasse bis maximal 750 Kilogramm. Damit ist folgendes gemeint:

 

Die um 75 Kilogramm erhöhte Eigenmasse des Zugfahrzeuges (Zulassungsbescheinigung: Eigenmasse) muss größer sein, als die momentane Gesamtmasse des leichten Anhängers mal zwei. Normiert ist dieses Gewichtsverhältnis zwischen Zugfahrzeug und Anhänger in § 104 Abs. 2 lit c. (KFG).

 
Für die Einhaltung der korrekten Anhängerlast (Zuglast) laut Zulassungsbescheinigung ist nicht die höchstzulässige Gesamtmasse des Anhängers maßgebend, sondern nur die momentane (tatsächliche) Gesamtmasse des Anhängers.
 

Ziehen von schweren Anhängern

Ziehen von schweren Anhängern
© Grafik: LENKWERK

Ein schwerer Anhänger (höchstzulässige Gesamtmasse über 750 Kilogramm) darf nur dann gezogen werden, wenn die höchstzulässigen Gesamtmasse der Fahrzeugkombination (=höchstzulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeuges + höchstzulässige Gesamtmasse des Anhängers) 3.500 Kilogramm nicht übersteigt.

 

Beispiel rechts:

Zugfahrzeug (Auto) laut Zulassungsbescheinigung eine höchstzulässige Gesamtmasse von 2.050 kg

Anhänger laut Zulassungsbescheinigung eine höchstzulässige Gesamtmasse von 1.300 kg.

Summe beider höchstzulässigen Gesamtmassen: 3.350 kg.

Ziehen von schweren Anhängern<
© Grafik: LENKWERK

Mit dem Klasse B Code 96, der durch eine besondere Schulung in der Fahrschule erworben werden kann, darf die höchstzulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination bis 4.250 Kilogramm betragen. Dieser Klasse B Code 96 steht auf der Führerscheinscheckkarte in der Spalte bei der Lenkberechtigung B und ist somit keine eigene Führerscheinklasse.

Mindestalter

Das Mindestalter für die Klasse B ist 18 Jahre, somit kann die Anmeldung und  Ausbildung in der Fahrschule bereits mit 17 ½ Jahren erfolgen.

Die praktische Prüfung darf frühestens mit dem 18. Geburtstag absolviert werden (weil bei bestandener Fahrprüfung wird sofort der Vorläufige Führerschein übergeben).

Beim Ausbildungsmodell Klasse B mit "L17" kann der Ausbildungsbeginn in der Fahrschule bereits mit 15,5 Jahren begonnen werden. Die Theorieprüfung kann unabhängig von den gefahreren Kilometer gleich nach dem Abschluß des Theoriekurses absolviert werden. Das Mindestalter für die praktische Fahrprüfung ist 17 Jahre.

Prüfungsfahrzeuge

Prüfungsfahrzeuge für die Klasse B, müssen folgenden Mindestanforderungen genügen:

  • Vierrädrige Kraftfahrzeuge der Klasse B
  • eine Bauartgeschwindigkeit von mindestens 100 km/h
  • Mindestens eine Zugangstüre in der zweiten Sitzreihe, in welcher der Fahrprüfer Platz nimmt

Die Fahrprüfung findet bei der Vollausbildung der Klasse B mit dem Fahrschulauto statt. Bei der Ausbildung mit Übungsfahrten ("L") oder Ausbildungsfahrten ("17") können Sie die Fahrprüfung wahlweise mit dem Fahrschulauto, oder einem Privatfahrzeug (mit dem Sie die private Ausbildung gemacht haben) durchführen. Wenn Sie das Privatfahrzeug wählen, nimmt neben Ihnen aber nicht der Fahrlehrer, sondern die Begleitperson Platz und begleitet Sie somit durch die Fahrprüfung

Automatikfahrzeuge

Automatikfahrzeuge
© Foto: LENKWERK

Legen Sie die Lenkberechtigung für den Führerschein der Klasse B mit einem Prüfungsfahrzeug ohne einem Kupplungspedal, welches durch Muskelkraft betätigt wird, ab (Automatikfahrzeuge) wird der Führerschein durch den Code 10.02 auf solche Fahrzeuge eingeschränkt. Ist dies durch eine ärztliche Anweisung vorgeschrieben wird der Code 78 eingetragen.

 

Für den Wegfall dieser Einschränkung ist eine neuerliche praktische Fahrprüfung auf Kraftfahrzeugen mit einem mechanisch schaltbarem Getriebe erforderlich.

Probezeit

Wenn Sie vorher keine andere Lenkerberechtigung besessen haben (außer Klasse F und Klasse AM), beträgt die Probezeit 3 Jahre, bei der L17 Ausbildung bis zum vollendeten 21. Lebensjahr.

 

Sie möchten mehr über den Probeführerschein erfahren? Lesen Sie hier mehr.

Mehrphasen-Ausbildung (2. Mehrphase)

Die Ausbildung für die Klasse B unterliegt dem Mehrphasen-Ausbildungssystem.

Weitere Informationen und Downloads


www.LENKWERK.at

Die Führerschein-Manufaktur