Führerscheinklassen


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Führerscheinklassen

Ab dem Jahr 2013 wird ein Führerschein in Kreditkartenformat (Scheckkartenführerschein) innerhalb der Europäischen Union (EU) die derzeit über Hundert in Umlauf befindlichen Führerscheinformate in den Mitgliedstaaten ersetzen. Die alten Führescheine werden nach und nach, spätestens aber Ende 2032 aus dem Verkehr gezogen. Dies hat das Europäische Parlament am 14. Dezember 2006 beschlossen. Diese europäische Richtlinie muss nun von den Nationalstaaten innerhalb der nächsten 4 Jahre umgesetzt werden. Nach Kundmachung des Gesetzes in Österreich im Bundesgesetzblatt (BGBl.) wird im Gesetz der Zeitpunkt, wann diese Regelung gesetzlich in Kraft tritt, terminlich festgelegt.

 

Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich müssen daher bis spätestens Ende 2032 ihren Papier-Führerschein auf den Scheckkartenführerschein umtauschen.

Warum wurde diese EU-Richtlinie notwendig?

In den europäischen Mitgliedstaaten sind mehr als 110 verschieden Führerscheinmuster gpültig. Dies führt zu Transparenzproblemen für Bürgerinnen und Bürger, Ordnungskräfte und Führerscheinbehörden und zur Fälschung von Dokumenten die zuweilen Jahrzente alt sind. Die neue europäische Führerscheinrichtlinie bestimmt, dass ab dem Jahr 2013 neue Führerscheine nach einem einheitlichen europäischen Führerscheinmuster auszustellen. Dies gilt auch führ Führerscheine, die aufgrund von Verlust, Diebstahl oder aufgrund von Änderung von Daten (wenn Lenkerinnen und - Lenker von Kraftfahrzeugen (Kfz) den Führerschein als amtliches Dokument benutzen wollen) ersetzt werden müssen.

Inhalt der EU-Führerscheinrichtlinie

Gültigkeit und Erneuerung von Führerscheinen

Führerscheine der Klassen A oder B sind zehn Jahre gültig. Die Gültigkeit kann jedoch von einzelnen Mitgliedstaaten auf 15 Jahre erhöht werden. Diese beiden Möglichkeiten wurden durch einen politischen Kompromiss auf europäischer Ebene erzielt.

 

Die Mitgliedstaaten können die Erneuern von Führerscheinen auch vom gesundheitszustand der KFZ-Lenkerinnen und -Lenker (körperliche und geistige Tauglichkeit, Seh- und Hörvermögen, Erkrankungen wie Herz- und Gefäßkrankheiten, Zucker und Krankheiten des Nervensystems) abhängig machen. Diese Maßnahme empfiehlt die Europäische Union (EU= aus Gründen der Verkehrssicherheit. Jedoch können die Mitgliedstaaten selbst bestimmten, Wiederholungstests ab einem bestimmten Alter und unter bestimmten Bedingungen durchführen. Derzeit sind keine Maßnahmen in Österreich geplant.

 

Darüber hinaus können die Mitgliedstaaten die Gültigkeitsdauer von Führerscheinen bei KFZ-Lenkerinnen und -Lenker, die älter als 50 sind, begrenzen. Sie können für diese Personengruppe häufigere ärztliche Kontrollen oder Auffrischungskurse vorschreiben. Jedoch darf die Verringerung der Gültigkeitsdauer von einer Behörde nur dann vorgenommen werden, wenn der Führerschein erneuert werden muss. Derzeit sind keine Maßnahmen in Österreich dazu geplant.

Führerschein-Tourismus soll unterbunden werden

Durch diese EU-Richtlinie soll auch der Führerschein-Tourismus bekämpft werden. Es wird festgelegt, dass jede Person nur Inhaber eines einzigen Führerscheins ist. Die Ausstellung eines Führerscheines muss von den Behörden daher abgelehnt werden, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller den Führerschein in einem anderen europäischen EU-Mitgliedsstaat eingeschränkt, ausgesetzt oder entzogen bekommen hat.

 

Wenn eine Führerscheinbehörde einen begründeten Verdacht hat, dass die Antragstellerin oder der Antragsteller bereits einen Führerschein besitzt, so muss diese Behörde zukünftig Nachforschungen anstellen. Zur Erleichterung dieser Zusammenarbeit wurde ein EU-Führerscheingesetz für den Datenaustausch eingerichtet. In Österreich gibt es dazu ein zentrales Führerscheinregister.

Zweirädrige Fahrzeuge: Sammeln von Fahrzeugen hilft Unfälle zu vermeiden

Die Motorradunfälle in der Europäischen Union werden eine erschreckend hohe Zahl auf. Daher wurde in der Richtlinie der Grundsatz der stufenweisen Zugangs festgeschrieben. Jedoch können die Mitgliedstaaten das Mindestalter flexibel gestalten.

 

Beim stufenweisen Zugang wird das Sammeln von Erfahrungen auf kleineren Motorrädern gefördert, bevor man auf größere Motorräder umsteigt. Dazu wurden zwei neue Fahrzeugklassen A1 und A2 geschaffen. Praxisschulungen werden als Alternative zu Prüfungen bei einem Wechsel auf größere Motorräder angeboten. Weiters wurde die Erhöhung der Alters für Lenkerinnen und Lenker in der Kategorie der leistungsstärksten Motorräder, die keine Praxis aufweisen können, auf 24 Jahre erhöht.

Neue Klasse AM für Kleinkrafträder (Mopeds)

Für Kleinkrafträder (Mopeds) wird eine neue europäische Klasse AM eingeführt. Für diese Klasse ist zumindest eine theoretische Prüfung vorgeschrieben, was die Verkehrssicherheit gerade für die stärker gefährdeten jüngsten Fahrerinnen und Fahrer erhöhen soll. Die Klasse AM umfasst zwei- oder dreirädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h, sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge.

 

Das Mindestalter für die Klasse AM wird auf 16 Jahre festgelegt.

In Österreich wird am derzeit festgelegten Mindestalter für den Erhalt eines Mopedführerscheines festgehalten.

Weitere Informationen und Downloads

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Folder Führerschein 2013
Alle Neuerungen rund um den österreichischen Führerschein ab 2013 steht hier in diesem Folder vom Bundesministerium (BMvit)
folder_neueszumfuehrerschein2013.pdf
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