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Ärztliche Untersuchung


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Ärztliche Untersuchung

Sie haben vor der Erteilung einer Lenkberechtigung ein aktuelles ärztliches Gutachten bei der Wohnsitzbehörde abzugeben, welches bestätigt, dass es für das Lenken von Kraftfahrzeugen keine gesundheitlichen Einwände vorliegen.

Aber keine Angst! Sie müssen da ärztliche Gutachten nicht direkt zur Wohnsitzbehörde bringen. Wir erledigen diesen Behördengang sehr gerne für Sie. Bringen Sie das ärztliche Gutachten einfach zu uns ins LENKWERK-Fahrschulbüro. Das Original müssen wir bei der Behörde abgeben, sie bekommen aber eine Bestätigung und eine Kopie. Das ärztliche Gutachten lässt sich grundsätzlich in zwei Gruppen unterteilen:

  • Gruppe1: Die Klassen B, A1, A2, A, BE und F
  • Gruppe 2: Die Klassen C1, C, D1, D, C1E, CE, D1E, DE

Für Bewerber um die Klasse AM (Moped) ist grundsätzlich kein ärztliches Gutachten notwendig. Erst wenn der Bewerber um die Klasse AM das zwanzigste Lebensjahr vollendet hat, muss er ein ärztliches Gutachten beibringen (Beachten Sie bitte, dass für die Regelung nicht das Ausstellungsdatum der Führerscheins relevant ist, sondern das Datum der Antragsstellung).

 

Folgendes sollten Sie noch beachten:

  • Das ärztliche Gutachten darf weder am Tag der Theorieprüfung, noch am Tag der Fahrprüfung abgelaufen, d.h. älter als 18 Monate sein und muss von einem auf einer Ärzteliste eingetragenen Arzt der Allgemeinmedizin ausgestellt sein.
  • Falls für die Erstellung des ärztlichen Gutachtens noch weitere fachärztliche Gutachten bzw. Stellungnahmen notwendig sind, so dürfen diese bei Begutachtung nicht älter als sechs Monate sein
  • Der sachverständige Art, der die ärztliche Untersuchung durchführt, darf Sie die letzten fünf vorangegangenen Jahre nicht regelmäßig ärztlich betreut haben (Ausnahme: im Vertretungsfall)
  • Zur Feststellung der Identität ist ein amtlicher Lichtbildausweis (Reisepass, Personalausweis) zur ärztlichen Untersuchung mitzubringen.

Wie sieht so ein Formular für die Ärztliche Untersuchung aus?

Die Erste Seite oder auch Vorderseite der Ärztlichen Untersuchung füllt Ihr Arzt in Ihrem Beisein mit Ihnen aus. Er wird Ihnen dazu einige Fragen stellen und bestimmte Tests mit Ihnen durchgehen.

Auf der Rückseite der Ärztlichen Untersuchung befindet sich ein Fragebogen, den Sie bitte vor oder auch während der Ärztlichen Untersuchung wahrheitsgemäß ausfüllen. Vergessen Sie auch nicht gleich zu Beginn Ihren Namen, Vornamen und Ihr Geburtsdatum einzugeben (Das Ärztliche Gutachten kann entweder beidseitig bedruckt sein, oder es können auch zwei einzelne A4-Blätter sein).

Am Ende des Fragebogens geben Sie das Datum der Ärztlichen Untersuchung ein und vergessen Sie nicht zu unterschreiben :-).

 

 

Richtlinien bei der Führerscheinausdehnung

Bei einer Ausdehnung des Führerscheins ist nur dann eine weitere ärztliche Untersuchung notwendig, wenn das letzte ärztliche Gutachten (im Regelfall für die Klasse B) älter als 18 Monate ist. Bei Ausdehnung der Klasse B auf eine Führerscheinklasse der Gruppe 2 ist auf jeden Fall ein ärztliches Gutachten erneut notwendig, da hier bei den großen Klassen die ärztlichen Kriterien strenger und breiter gefächert sind.

Die ärztliche Untersuchung beinhaltet:

  • Die Krankheitsgeschichte wird erfragt, sowie eine Erhebung relevanter Krankheiten im Bezug auf die angetrebte Führerscheinklasse
  • Erkennen und Überprüfen des Gesamteindrucks; bestehend aus Grob- und Feinmotorik, Mimik, Koordinationsfähigkeit, Gestik und Sprachvermögen
  • Das Gewicht und die Größe (Die Eignung einer Person zum Lenken von Kraftfahrzeugen setzt eine Körpergröße von mindestens 155 cm voraus und bei Kraftfahrzeugen der Klassen C, C1, D, D1, CE, C1E, DE, D1E von mindestens 160 cm voraus. Personen, die das Mindestmaß nicht erreichen, oder das Höchstmaß überschreiten, gelten als geeignet, wenn dieser "Mangel" durch die Verwendung von Behelfen, Fahrzeugen mit bestimmten Marken oder Ausgleichkraftfahrzeugen ausgeglichen werden kann.
  • Eine Kontrolle der Sehschärfe (Sehtest, Augentest) ohne Sehbehelf, außer die Sehschärfe liegt unter dem Mindestmaß, dann mit Sehbehelf. Wenn bei der Untersuchung des Sehvermögens Zweifel auftreten, dann muss eine genauere Untersuchung durch einen Augenarzt erfolgen, wobei dessen fachärztliches Gutachten nicht älter als sechs Monate sein darf.
  • Eine grobe Überprüfung des Gesichtfeldes
  • Einen Hörtest mit Konversationssparache (einen Mater Abstand für Lenker der Gruppe 1 und sechs Meter Abstand für lenker der Gruppe 2)
  • Blutdruckmessung und Pulszählung
  • Überprüfung der beweglichkeit der Extremitäten (Kniebeugen, Arme bewegen, Grifffunktion der Hände, etc.)
  • Überprüfung auf Tremor ("Muskelzittern")

Was passiert bei Auffälligkeiten?

Kann der Facharzt bei der ärztlichen Untersuchung kein positives Gutachten ausstellen, so muss die Kontrolle durch den zuständigen Amtsarzt erfolgen. Der Amtsarzt schreibt dann Untersuchungen durch einen Facharzt oder Verkehrspsychologen vor, in bestimmten Fällen kann auch eine Beobachtungsfahrt durch den Amtsarzt angeordnet werden.

Was steht am Ende des Gutachtens?

"geeignet"

Sind Sie gesundheitlich zum Lenken von Kraftfahrzeuge einer oder mehrerer Klassen ohne Einschränkung geeignet, so hat das Gutachten "geeignet" für diese Klassen zu lauten.

 

"bedingt geeignet"

Sind Sie zum Lenken von Kraftfahrzeugen einer oder mehrerer Klassen nur unter der Voraussetzung geeignet, dass Sie Behelfe, oder dass Sie nur Fahrzeuge mit bestimmten Merkmalen verwenden oder Sie sich ärztlichen Kontrolluntersuchungen unterziehen müssen, so hat das Gutachten "bedingt geeignet" für die entsprechenden Klassen zu lauten.

 

"beschränkt geeignet"

Wurden bei Ihnen bestimmte körperliche Beeinträchtigungen festgestellt, ist im Gutachten anzumerken, wie diese ausgeglichen werden können. Als Folge dieses Gutachtens darf nur ein bestimmtes Fahrzeug verwendet werden, welches diese Beeinträchtigungen ausgleicht. Das Gutachten lautet auf "beschränkt geeignet".

 

"nicht geeignet"

Sind Sie zum Lenken von Kraftfahrzeugen nicht geeignet, hat das Gutachten auf "nicht geeignet" für die entsprechenden Klassen zu lauten.

Kosten

Die Untersuchungskosten sind in der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung (§ 23) festgelegt.. Beachten Sie folgende Unterteilung und den damit unterschiedlichen Preis für die ärztliche Untersuchung:

  • Gruppe 1: Die Klassen A1, A2, A, B, BE und F: 35,00 Euro
  • Gruppe 2: Die Klassen C1, C, D1, D, C1E, CE, D1E, DE: 50,00 Euro

Weitere Informationen und Downloads


www.LENKWERK.at

Die Führerschein-Manufaktur