Mehrphasenausbildung

Fahrsicherheitstraining B


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Fahrsicherheitstraining - Klasse B

Das Fahrsicherheitstraining, sowie das dabei stattfindende Gruppengespräch, bzw. das Gefahrenwahrnehmungstraining bieten wir für Sie bei uns nicht an! Wir haben hier im ÖAMTC einen starken und verlässlichen Partner gefunden.

 

Da bei LENKWERK ein großer Teil der Fahrschullehrer und Fahrlehrer ebenfalls Fahrsicherheitsinstruktoren für die Klassen B und A sind, haben wir hier einen kleinen Überblick über die Anforderungen und Inhalte des Fahrsicherheitstrainings aufgelistet.

Sitzposition und Lenkradhaltung

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Sitzhöhe (korrekt einstellen lernen, eventuell bei unschiedlichen Fahrzeugen probieren lassen)
  • Sitzlängsverstellung (Sitzauflage,..)
  • Lehnenverstellung
  • Kopfstütze (korrekte Entfernung und Niveauhöhe zum Kopf
  • Lenkradeinstellung (Höhenverstellung, Entfernung richtig einstellen lernen)
  • Sicherheitsgurt (richtiges Anlegen, kein Verdrehen, korrektes Straffziehen)

Ziel

© Foto: Thomas Maier
© Foto: Thomas Maier
Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Der Teilnehmer nimmt ohne Hinweis die richtige Sitzposition ein
  • Der Teilnehmer erkennt und versteht die großen Vorteile und Sicherheitsmerkmale der richtigen Sitzposition
  • Die Rückenlehne im 110°-Winkel einstellen lernen (Submarining=bedeutet, dass der Körper bei einem Frontalunfall in einem PKW tief in das Sitzkissen eintaucht und unter dem Hüftgurt hindurchrutscht. Dadurch können schwere bis tödliche Verletzungen entstehen).

Lenkradhaltung (Slalom)

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:

  • Richtiges und korrektes Halten des Lenkrades mit beiden Händen
  • Position "Viertel vor Drei" und "Zehn vor Zwei" erklären können und auch verstehen
  • Schieben mit der kurvenäußeren Hand
  • Richtiges Übergreifen bis zu 180°

Ziel

Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Der Teilnehmer lenkt richtig und ohne auf das Lenkrad zu blicken (Der Fahrer lenkt das Auto in die Richtung, in die er sieht)
  • Der Teilnehmer lenkt nur das Notwendigste (Das Fahrzeug fährt generell ohne manuelle Einwirkung des Lenkrades immer annähernd geradeaus. Wir führen mit dem Lenkrad beim Geradeausfahren nur leichte Lenkkorrekturen aus).
  • Der Teilnehmer weiß immer Bescheid über die Stellung der Vorderräder

Slalom

Erwünscht sind sieben Richtungsfahränderungen, es werden aber auch Slaloms mit fünf Pylonen oder gar zehn Pylonen ausgesteckt, wobei mehr Pylonen nicht unbedingt den besseren Slalomparcour darstellen. Der Slalom kann auch hintereinander von den Fahrzeuglenkern durchfahren werden.

© Grafik: Thomas Maier
© Grafik: Thomas Maier

Inhalt

© Foto: Thomas Maier
© Foto: Thomas Maier
Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Der Richtungsblick des Teilnehmers soll in die Mitte zwischen die Pylonen gerichtet sein
  • Enger Slalom: Geringeres Tempo und ordentliches Übergreifen am Lenkrad
  • Weiter Slalom: erhöhtes Tempo, Koordinieren der Fahrtrichtung durch Schieben des Lenkrades

Ziel

© Foto: Thomas Maier
© Foto: Thomas Maier
Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Der Teilnehmer schaut nicht auf das Lenkrad
  • Der Teilnehmer lenkt dabei zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Ausmaß in die richtige Richtung
© Foto: MMM-Software
© Foto: MMM-Software
Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Mit einer geringeren Fahrgeschwindigkeit beginnen und dabei besonders auf die korrekte Haltung achten
  • Es können bestimmte Vorgaben für eine Mindestgeschwindigkeit zum Durchfahren angegeben werden

Ausweich-Übung

Inhalt

© Foto: Thomas Maier
© Foto: Thomas Maier

Bei dieser Übung geht es um das rasche und sichere Ausweichen vor einem Hindernis, vor dem man nicht mehr abbremsen kann oder abbremsen will.

  • Blick: Den Ausweg erkennen, Auskuppeln und in die gewünschte Richtung (Ausweg) lenken
  • Einkuppeln erst wieder wenn das Fahrzeug um das Hindernis herumgefahren wurde und es sich wieder geradeaus nach vorne bewegt
  • Nach dem Umfahren des Hindernisses kein Anhalten sondern weiterfahren.

Ziel

© Foto: Thomas Maier
© Foto: Thomas Maier
Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Der Teilnehmer lenkt am Hindernis in der (durch den Fahrinstruktor per Sprechfunkgerät) vorgegebenen oder selbst entschiedenen Richtung vorbei, ohne dass das Fahrzeug dabei instabil wird.

Gefahrenbrems-Übung

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Das Fahrzeug auf mindestens 50 km/h beschleunigen (Die Messung erfolgt entweder über Radarpistole oder fix aufgestellter Geschwindigkeitsmessanlage
  • Auf Zeichen des Fahrinstruktors (eventuell auch des Beifahrers) wird eine Gefahrenbremsung durchgeführt
  • Auskuppeln und voll bremsen bis zum Stillstand des Fahrzeuges
  • Nicht lenken

Ziel

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Der Teilnehmer erlernt wie man eine Notbremsung (Gefahrenbremsung) richtig durchführt
  • Der Teilnehmer beherrscht die Notbremsung mit dem kürzest möglichen Bremsweg
  • Bei Fahrzeugen mit ABS (Anti-Blockier-System) erkennt der Teilnehmer, dass er den Druck auf das Bremspedal nicht verringern darf
  • Der Teilnehmer erkennt, dass Lenken ohne ABS bei einer Gefahrenbremsung ohne Wirkung bleibt und bei der Verwendung von ABS gefährlich sein kann.
© Grafik: Andrea Maria Thomas Maier-Canaris
© Grafik: Andrea Maria Thomas Maier-Canaris

Mögliche Ursachen

  • Es wird mit einem zu geringen Pedaldruck gebremst, da das Ausführen einer Vollbremsung ungewohnt ist. Es stehen sich 50.000 "normale" Bremsungen zu nur 3 (!!!) Vollbremsungen im Jahr gegenüber
  • Angst davor, dass bei einer Vollbremsung die Bremsleitungen platzen, oder stark beschädigt werden
  • Angst vor einem Auffahrunfall bei einer Vollbremsung
  • Angst vor blockierenden Rädern und Angst vor dem Quietschen der Reifen
  • Angst, dass die Bremse kaputt geworden ist, weil es bei der Vollbremsung so gerattert hat 

Übungen zum Bremswegvergleich

Fahrbahn / unterschiedliche Fahrgeschwindigkeit

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Notbremsung auf trockener Fahrbahn; das Bremsende wird markiert
  • Notbremsung auf einer Gleitfläche mit dem gleichen Tempo wie auf trockener Fahrbahn
  • Mit unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten: 30 km/h und 50 km/h.

Ziel

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Der Teilnehmer erfährt den Unterschied zwischen dem Bremsen auf trockener und rutschiger Fahrbahn
  • Bremsweg verlängert sich mit dem Quadrat der Fahrgeschwindigkeit

Ein Vergleich der unterschiedlichen Bremswege bei den Fahrgeschwindigkeiten von 30 km/h zu 50 km/h bringt für die Teilnehmer eine größere Akzeptanz als ein Vergleich der Fahrgeschwindigkeiten 30 km/h zu 60 km/h wegen der im Ortsgebiet vermehrt aufgestellten 30 km/h-Zonen.

Bremswegvergleich mit Aufprallgeschwindigkeit

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:

  • Bremsung mit 30 km/h durchführen. Das Ende des Bremsweges wird markiert
  • Bremsung mit 50 km/h
  • Die Fahrgeschwindigkeit bei der zweiten Bremsung wird beim Ende des ersten Bremsweges bei 30 km/h gemessen und zeigt somit die tatsächliche Aufprallgeschwindigkeit auf ein Hindernis an.
Bremswegvergleich mit Aufprallgeschwindigkeit
© Grafik: Thomas Maier

Bremsausweich-Übung

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Annäherung des Teilnehmers mit einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h
  • Bremsen und Kuppeln auf dem Rutschbelag
  • Kurz vor dem Hindernis (ohne ABS) ist die Bremse zu lösen und mit einem möglichst geringem Lenkeinschlag das Hindernis zu umfahren
  • Weiterfahren, nicht mit derm Fahrzeug anhalten
  • Erst beim Geradeausfahren wieder einkuppeln

Ziel

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Der Teilnehmer erkennt, dass ein Unfall noch verhindert werden kann, wenn der Bremsweg zwar zu lange, aber ein Ausweichweg noch vorhanden ist
  • Der Blick der Teilnehmers geht dabei weg vom Hindernis, Bremse lösen trotz des bedrohlichen Hindernisses. Das Fahrzeug behält seine Stabilität
  • Der Teilnehmer erkennt ebenso, dass ab der physikalischen Grenzgeschwindigkeit beim Befahren eines Ausweichweges eine Unfallvermeidung nicht mehr möglich ist

Häufig gemachte Fehler

  • Keine Vollbremsung
  • Falsches Blickverhalten
  • Zu hoher Lenkeinschlag
  • zu spätes Gegenlenken auf der Ausweichspur

Die Ausweichrichtung links oder rechts am Hindernis vorbei kann durch den Teilnehmer selber entschieden oder durch den Instruktor vorgegeben werden.

Kreisbahn

Lenkverhalten des Fahrzeuges bei Schleudern/Übersteuern

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Das Fahrzeug bricht an der Hinterachse (am Heck) aus

Ziel

Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Der Teilnehmer kann ein schleuderndes Fahrzeug sicher und erfolgreich abfangen

Verhalten

  • Auskuppeln und in die Schleuderrichtung (in die gewünschte Fahrtrichtung) lenken
  • Sobald das Fahrzeug auf die Lenkbewegung reagiert, den Lenkeinschlag wieder zurücknehmen und vorsichtig einkuppeln

Bei modernen Fahrzeugen ist auf Grund der hohen Anzahl der elektronischen Fahrwerkshilfen ein bewusstes Schleudern schwer erreichbar und gefährlich. Das Anziehen der Feststellbremse unter der Fahrt um ein Schleudern (Übersteuern) zu erreichen ist kein taugliches Hilfsmittel. Das wird immer noch von sogenannten Fahrsicherheitsinstruktoren "Ich bin seit über 24 Jahren im Geschäft" so gehandhabt. Durch solche falsche Tätigkeiten kann es zu sehr schweren Unfällen kommen!!!!!


Mögliche Ursachen

  • Bremsen in Kurven
  • Lastwechsel in der Kurve
  • Lastwechselverhalten beim Einlenken
  • Powerslide
  • Unterschiedliche Bereifung
  • Schneekette
  • Hecklastige Gewichtsverteilung
  • Ruckartiges Lenken

Gegenmaßnahmen

  • Auskuppeln
  • Blick in die gewünschte Fahrtrichtung
  • Schnell und kontrolliert in die Schleuderrichtung lenken

Lenkverhalten des Fahrzeuges beim Schieben /Untersteuern

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:
  • Mit dem Fahrzeug die Kreisbahn befahren und auf dem Rutschbelag mit einem höheren Tempo fahren bis das Untersteuern (=Schieben) eintritt
  • Durch Auskuppeln und leichtes nach Außen lenken kann das Fahrzeug in der Spur gehalten werden
  • Wenn die Vorderräder wieder Seitenführungskräfte aufbauen mit Gefühl (!!) in die Kurve lenken und einkuppeln

Ziel

Folgende Ziele sollen erreicht werden:
  • Der Teilnehmer erkennt den Zeitpunkt rechtzeitig, wenn das Fahrzeug zum Schieben beginnt und kann das Fahrzeug sicher stabilisieren und so auf der Fahrbahn halten.
  • Der Teilnehmer erkennt, dass überhöhter Fahrgeschwindigkeit eine Korrektur nicht mehr möglich ist

Häufige fehler beim Verhalten wenn das Fahrzeug schiebt:

  • Bremsen beim Untersteuern
  • Erhöhung des Lenkeinschlages

Mögliche Ursachen

  • Erreichen der Kurvengrenzgeschwindigkeiten bei den meisten PKWs
  • Ruckartiges Lenken
  • Zu hoher Lenkeinschlag
  • Bremsen in Kurven
  • Unterschiedliche Bereifung
  • Zuviel Gas bei Frontantrieb (Vorderradantrieb)

Gegenmaßnahmen

  • Auskuppeln
  • Blick in die gewünschte Fahrtrichtung
  • Lenkeinschlag nicht erhöhen, sondern eventuell reduzieren (Kreisradius wird größer)

Bremsen in Kurven

Inhalt

Folgende Inhalte werden mit dem Fahrinstruktor und mit Ihnen besprochen und durchgeführt:

  • Der Teilnehmer fährt mit 40 km/h in die Kreisbahn ein
  • Gleichzeitiges Auskuppeln und eine Vollbremsung
  • Ohne ABS: Abgesetztes Bremsen
  • Blick: Kurveninnenseite; Lenkeinschlag nicht erhöhen
  • Bremsen bis zum Stillstand
  • Bremsbeginn ab/bis auf eine Markierung oder auf Kommando des Instruktors

Ziel

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Der Teilnehmer erkennt, dass ein gleichzeitiges Bremsen udn Lenken ohne ABS (Anti-Blockier-System) nicht möglich ist.
  • Auch mit ABS (Anti-Blockier-System) sind fahrtechnische Grenzen gesetzt
  • Der Teilnehmer verstärkt den Lenkeinschlag nicht

Weitere Informationen und Downloads

Rechtliche Grundlagen:


www.LENKWERK.at

Die Führerschein-Manufaktur